Pflanzliche Öle sind zu den Fetten und fetten Ölen zu zählen. Sie werden aus Ölpflanzen gewonnen, deren Samen, wenn sie direkt zum Zweck der Gewinnung von Pflanzenöl angebaut werden, als Ölsaat bezeichnet werden. Das Öl findet sich bereits in den Samen. Es bildet so zusagen die Zellmembran und dient in Form von Lipiden als Energiereserve.
Ein Unterschied zwischen den Ölen und Fetten ist im Grunde nur auf molekularer Ebene festzustellen, genauer bei der Anzahl der Bindungen die sich aus Temperaturunterschieden ergeben. Die Öle und Fette ändern dementsprechend unterschiedlich ihre Konsistenz. Man teilt die Öle in nichttrockene, halbtrockene und trockene Öle auf, was mit dem Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu tun hat. Beim trockenen Öl darf man nicht davon ausgehen, dass es sich um Verdunstung handelt, sondern muss bedenken, dass die entsprechenden Öle auf Oxidation und Polymerisation ihrer ungesättigten Fettsäuren so reagieren, dass sie fest werden.
Gewonnen wird Pflanzenöl, indem man die Samen und Pflanzen auspresst. Je nach dem wo sich die Reserven befinden. Weil sie im Gegensatz zu tierischen Fetten weniger ungesättigte Fettsäuren enthalten, hielt man die Pflanzenöle bislang immer für gesünder. Allerdings wird dies von entsprechenden Forschern und ihren Studien in Bezug auf den Cholesterinhaushalt immer häufiger hinterfragt.
Die Verwendungsmöglichkeiten von Pflanzenöl sind sehr vielseitig. Man kann es als Speiseöl verwenden, was besonders im Mittelmeerraum großen Anklang findet. Bei der Zubereitung von Salat dient es als wichtiger Zusatz und auch Margarine ist nichts weiter als gehärtetes Fett. Zudem wird es vielerorts auch als Schmieröl verwendet, da man seine gute biologische Abbaubarkeit zu schätzen weis. Bei der Ölung der Ketten von Motorsägen kommt es of zum Einsatz. Es ist zudem ein wichtiger Kosmetikrohstoff und in der Malerei ist es das grundlegende Mittel für die Ölfarben und Firnisse.
Pflanzenöl ist auch brennbar und kann als Heizstoff für Pflanzenölbrenner verwendet werden aber auch in Öllampen. Auch als Kraftstoff für Dieselmotoren hat es sich mittlerweile bewährt. Der so genannte Biodiesel, zum Beispiel, besteht aus einer Mischung von Pflanzenöl und Alkohol (kostengünstiger ist Methanol). Der fachlich richtige Begriff für diese Mixtur ist Fettsäuremethylester. Nach Entlastung wird reines Pflanzenöl, das als Kraftstoff dient, besteuert. Die Nutzung als Kraftstoff in der Landwirtschaft ist hingegen steuerfrei. Auch für die Nutzung von pflanzlichem Öl zu Heizzwecken muss man nach der Rechtslage bis zum 31. Dezember 2009 keine Steuern zahlen. Mit dem Jahr 2010 wird es allerdings wie leichtes Heizöl besteuert. Die Abgaben betragen dann 6,135 Cent pro Liter.

